Weil wir Bürger und Unternehmer sind

Schweigen kostet mich mehr Kraft, als mich öffentlich zu äussern. Es reicht mir nicht, mich nur für meine Familie und unser Unternehmen einzusetzen, wohl wissend, dass beide in Abhängigkeit von Gesellschaft und Politik stehen. Ich sehe es darum nicht nur als mein Recht, mich zu engagieren, sondern geradezu als Pflicht, für eine gesunde Weiterentwicklung unseres Landes einzustehen. Als Mensch, aber auch als Unternehmer.
Und so lebe ich, was neulich die beiden Autorinnen Heike Scholten und Katja Gentinetta in ihrem Artikel »Mischt euch ein!« (ZEIT Nr. 11/16) auf den Punkt brachten: »Ein guter Wirtschaftsstandort fällt nicht vom Himmel. Abgesehen von natürlichen Gegebenheiten und geografischer Lage ist er das Ergebnis von politischen Prozessen und Entscheiden. Und weil dem so ist, müssen die Unternehmen letztlich einen Beitrag für die Stabilität einer Demokratie leisten.«

Wenn ich an dieser Stelle von Unternehmern spreche, sind CEO, Geschäftsleitungsmitglieder und Verwaltungsräte immer mitgemeint. Als solche sind wir Privilegierte. Wir haben in der Regel eine höhere Aus- und Weiterbildung genossen, wir sind finanziell relativ unabhängig und stehen an Positionen, an denen wir regional oder schweizweit gehört werden, gleichgültig ob wir in einem KMU oder in einem Konzern arbeiten. Unsere Stellung ist Verpflichtung, für unsere Gesellschaft mehr zu tun, als Arbeitsplätze zu schaffen.

Als Unternehmer müssen wir uns für das Ganze einsetzen
Die Schweiz ist ein Ganzes, in dem sich die Staatsform, das Rechtssystem, die Wirtschaft, die soziale Sicherheit, die multikulturelle Zugehörigkeit, die Künste, die Städte und die Landschaft ineinander verwoben haben. Dieses wertvolle Gefüge muss weiterentwickelt werden. Um deutlich zu machen, wie wichtig die Wirtschaft für das Wohlergehen von uns allen ist, müssen wir Unternehmer uns auch für das Ganze engagieren. Nur so können wir der Bevölkerung beweisen, dass es uns nicht nur um unseren eigenen Nutzen geht. Dies erreichen wir nicht, wenn wir uns in der Klage erschöpfen, die Politiker hätten keine Ahnung. Wir sind zuerst Bürger und dann erst Unternehmer – und als solche tragen wir Verantwortung.

Stattdessen ziehen sich viele aus der Verantwortung. Mit drei Einwänden. Erstens: »Ich habe keinen Medienzugang.« Doch, jeder hat Zugang zu den sozialen Medien, diesem idealen Einstiegspunkt, die eigene Meinung zu äussern. Einen erweiterten Medienzugang muss man sich erarbeiten; das gibt bisweilen viel zu tun. Der zweite Einwand lautet: »Ich habe keine Zeit, auch noch gesellschaftlich tätig zu werden, mein Unternehmen und meine Familie verlangen mir schon genug ab.« Das ist, abgesehen von einigen Ausnahmen, eine Ausrede. Wer in der Lage ist, neben Beruf und Familie noch 4000er zu besteigen, Hunderte von Bike-Kilometern abzufahren oder jährlich 300 Loch Golf zu spielen, hat auch Zeit für die Gesellschaft. Als Unternehmer können wir uns diese Zeit viel leichter nehmen als die meisten Angestellten, Vorbilder gibt es durchaus. Der dritte Einwand schliesslich: »Ich habe Angst vor Kundenverlust, wenn ich öffentlich sage, was ich denke.« Doch nur wenige Unternehmen sind so aufgestellt, dass sie image- und umsatzrelevante Reaktionen fürchten müssen. Wer sich der öffentlichen Kritik nicht aussetzen will, missachtet Freiheit und Verantwortung. Wer sich politisch äussert, gibt dem Unternehmen ein Gesicht weit über das Marketing hinaus und profiliert sich im eigentlichen Sinn des Wortes.

In der Stämpfli Gruppe halten wir uns als Unternehmer mit internen politischen Diskussionen zurück, in kleinen Gruppen findet die Auseinandersetzung allerdings statt. Umso mehr mischen wir uns in der Öffentlichkeit ein: auf Podien, beim Networking, in Zeitungen und ganz besonders auf den Kanälen der sozialen Medien und in der Unternehmergruppe »Fokus Bern«. Die Erfahrung zeigt, dass eine breite Öffentlichkeit sowie Mitarbeitende und Kunden meine Posts, meine Tweets, mein Blog und meine Artikel lesen und wissen, wofür ich und unser Unternehmen stehen. Meine Äusserungen stimmen mit der Haltung meines Bruders, mit dem ich das Unternehmen leite, überein und stehen im Einklang mit unserer Unternehmenskultur; Brüche in der Werterhaltung und in den politischen Äusserungen würden zu einem Vertrauensverlust führen.
Darum muss, wer sich öffentlich zu Wort meldet, seine Werte kennen, eine gefestigte Meinung haben und sie verlässlich vermitteln können. Das darf man von Unternehmern erwarten. Sie tun gut daran, sich auf bestimmte Themen festzulegen, um nicht als »Experten in allen Lebenslagen« zu erscheinen.

Initiativen bedrohen die Wirtschaft genauso wie der Wechselkurs
Offenheit ist für unser Unternehmen ein besonderer Wert. Daher ist es unverständlich, weshalb Economiesuisse und der Arbeitgeberverband sich mit intransparenten Vorstandsentscheiden nur halbherzig gegen die Durchsetzungsinitiative (DSI) ausgesprochen haben. Lichtblicke waren Heinz Karrer und Monika Rühl sowie der Verband Swissmem, die sich deutlich dagegen eingesetzt haben. Die Verbandssicht, wonach diese Initiative zu wenig mit der Wirtschaft zu tun hatte, reduziert die Schweiz auf Infrastruktur, Steuerfragen und das Arbeitsgesetz. Ich nenne das Beispiel DSI, weil diese verdeckte Haltung von Vorstandsmitgliedern der Vergangenheit angehören muss. Als Unternehmer müssen wir öffentlich und nicht hinter vorgehaltener Hand argumentieren. Es ist beschämend, wie wenig Unternehmer sich gegen die DSI, die unseren Rechtsstaat im Kern angegriffen hat, engagierten und tatenlos zugewartet haben, wie die Abstimmung wohl ausgehen wird.

Es ist auch notwendig, für die Zusammenarbeit mit der EU einzustehen. Ein Ende der bilateralen Verträge, die auch die Ausgrenzung der Schweizer Forschung zur Folge hätte, ist für die Wirtschaft ebenso bedrohend wie manche Marktentwicklung oder der Wechselkurs. Dies zu ignorieren, ist schlechtes Management.

Ja, es ist allen möglich, sich gefahrlos öffentlich zu äussern. Wir haben uns gegen die Volksinitiative »1:12« eingesetzt, gegen die Mindestlohninitiative, die Erbschaftssteuer und zuletzt gegen die Durchsetzungsinitiative. Mein Bruder und ich engagieren uns seit Jahren für den Wirtschaftsstandort Schweiz. Wir stehen ein für eine moderne und liberale Gesellschaft, für gelebte Sozialpartnerschaft, eine wertebasierte Unternehmenskultur und eine gesamtheitliche und differenzierte Sichtweise. Wir machen damit nur gute Erfahrungen.

Dieser Artikel ist (um wenige Ausdrücke gekürzt) zuerst erschienen in: „Die Zeit“, Nr. 15/2016, 31. März 2016

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Angriff auf den Zusammenhalt

Nein, die Durchsetzungsinitiative (DSI) setzt nicht die Ausschaffungsinitiative durch. Die DSI listet wesentlich mehr Straftatbestände auf und verlangt die Ausschaffung auch für Bagatellen. Beispiel: Eine Mutter ohne Schweizer Pass, seit der Scheidung von Sozialhilfe abhängig. Ihr Sohn erhält vom Götti ein Velo geschenkt, Wert 500 Franken. Sie weiss nicht, dass sie dies der Behörde melden muss. Diese merkt es und zeigt die Mutter an. Sie wird zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt und wegen Sozialmissbrauchs direkt ausgeschafft, wenn die DSI angenommen wird.

Die SVP Schweiz schreibt zur DSI: «Diese neue Volksinitiative umfasst besonders schwere Delikte, die zu einer sofortigen automatischen Ausschaffung führen. Bei Straftaten, welche die öffentliche Ordnung und Sicherheit in besonderem Masse beeinträchtigen, soll es zu einer Ausschaffung kommen, wenn der entsprechende Täter bereits vorbestraft war. » Hat die Mutter in unserem Beispiel ein schweres Delikt begangen, gefährdet sie die öffentliche Ordnung?

Ohne Wenn und Aber haben sich Ausländer und Schweizer an die Gesetze und Verordnungen zu halten. Dabei strafen unsere Gerichte auch unter Achtung der in der Bundesverfassung verankerten Verhältnismässigkeit (Art. 5). Bei einem Ja zur DSI müssen Ausländer mit einer zusätzlichen Strafe, der Ausschaffung, rechnen. Die Gerichte haben keinen Ermessensspielraum, das Gebot der Verhältnismässigkeit wird durch die DSI aufgehoben. Beim Ausweisungsentscheid darf keine Prüfung des Einzelfalls stattfinden. Statt eines strengen gerichtlichen Verfahrens greift also ein politischer Automatismus, wie wir es aus finsteren Regimes kennen. Das widerspricht dem Gleichheits- und Diskriminierungsgebot der Bundesverfassung (Art. 8). Die DSI zielt damit auch auf die über 95% der Ausländer, die bei uns gut integriert sind, die mit uns arbeiten, die Steuern und AHV-Beiträge bezahlen.

Als Schweizer leben wir in der Gewissheit, dass unsere Überschreitungen von den Gerichten nach der Verhältnismässigkeit beurteilt werden. Ausländer aber werden unabhängig vom Strafmass ausgeschafft. Spätestens wenn eine Führungskraft ausgewiesen wird, weil sie (z. B.) den Studienaufenthalt ihrer Tochter im Ausland nicht gemeldet und während dieser Zeit zu Unrecht Ausbildungszulagen erhalten hat (Sozialmissbrauch), wird klar, dass die DSI sehr wohl etwas mit der Wirtschaft zu tun hat. Die Umsetzung der DSI bedeutet für ausländische Arbeitskräfte eine weitere Rechtsunsicherheit. Sie, auf die wir in den Unternehmen und an den Universitäten angewiesen sind, werden sich überlegen, ob es sich lohnt, in der Schweiz zu arbeiten, da sie das Rechtssystem nicht einschätzen können.

Die SVP Schweiz forderte zu Recht die Konkordanz im Bundesrat. Konkordanz beschränkt sich jedoch nicht auf die Regierung. Sie bedeutet das möglichst einvernehmliche Zusammenleben und -wirken der unterschiedlichen Interessengruppen im ganzen Land. Damit dies gelingt, bedarf es der Kompromisse, eine Fähigkeit, die die Schweiz zur heutigen Stärke gebracht hat. Die DSI gefährdet die Konkordanz. Sie macht alle Ausländerinnen und Ausländer zu «Gästen», die sich immer «anständig» zu benehmen haben und keine Fehler machen dürfen. Das widerspricht jeder Fairness. Und es widerspricht auch dem, was wir in der Stämpfli Gruppe leben: allen Menschen, gleichgültig wer sie sind und woher sie kommen, auf gleicher Augenhöhe zu begegnen. Als Bürger und Unternehmer erachte ich die DSI als menschenverachtend.

Dieser Text erschien zuerst als Gastkommenat in der Berner Zeitung vom 16.01.2016
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„Biedermann und die Brandstifter“. Köppel, Göring und die Durchsetzungsinitiative

Roger Köppel schreibt im Editorial der Weltwoche (Link ganz unten) unter dem mehrdeutigen Titel „Das deutsche Verhängnis. 
Ja zur Durchsetzungsinitiative.“ über die Biografie von Leonard Mosley über Hermann Göring sowie über die Durchsetzungsinitiative. Köppel setzt diese beiden Themen, die vordergründig nichts miteinander zu tun haben, an eine prominente Stelle der Weltwoche. Man fragt sich, weshalb er das tut.

Mit dem Titel suggeriert er: Das Verhängnis der Deutschen liegt zurzeit in der falschen Ausländerpolitik, daher ja zur Durchsetzungsinitiative, auf dass die Schweiz nicht im „gleichen Sumpf“ lande. Im Text bezieht er das deutsche Verhängnis dann aber auf die Nazi-Zeit. Dabei schreibt Köppel Göring zwar nicht schön, aber auf Distanz geht er nicht. Köppel bedient sich dabei eines bewährten Tricks: Er lässt zwischen den Zeilen stehen, was er selber wirklich denkt, und ob Göring, eigentlich ein humanistisch denkender Mensch, Hitler nicht doch auf den Leim gekrochen ist; so wie angeblich das deutsche Volk.

Köppel interpretiert Mosley:

„Die für mich erstaunlichste Erkenntnis ist die Vermutung, dass der Zweite Weltkrieg von Hitlers Clique gar nicht bewusst begonnen, sondern gleichsam hasardierend und planlos in Kauf genommen wurde. Nicht nur die Deutschen waren einem Blender auf den Leim gekrochen. Man darf den Faktor Unfähigkeit in der Politik nie unterschätzen.“

Dabei lässt Köppel stehen, was längst erforscht und belegt ist: Das Volk ist Hitler nicht einfach „auf den Leim gekrochen“, sondern es hat bewusst und aktiv die Nationalsozialisten unterstützt. Nicht nur das Regime, sondern die grosse Mehrheit im Volk war nationalsozialistisch. Es ist heute bekannt und belegt, dass die Kriege bewusst gesucht wurden, ganz besonders der Russlandfeldzug. Es gab diese Unfähigkeit, dieses Hasardieren, diese Banalität im Denken und Sein. Aber im Handeln waren die Nazi gnadenlos, präzise und zielgerichtet. Es gab Mahner, doch keiner im engen Kreis distanzierte sich. Und die „Clique“ hat erwiesenermassen die Feldzüge, die Konzentrationslager, die Judenvernichtung und die Schlächtereien in den besetzten Gebieten mitgetragen, gefördert, organisiert und durchgeführt. Die meisten waren Hitlers Getreue der ersten Stunde. Sie haben den Leim geschmiert und sind nicht auf ihn gekrochen.

Köppel lässt Leonard Mosley sprechen:

„Von den Verbrechen seines Regimes wollte er nichts gewusst haben. Görings Schuld, bilanziert Mosley, sei seine moralische Feigheit gewesen, die den intelligenten und einst bewunderten Mann daran gehindert habe, gegen Hitler aufzustehen.“

Köppel nimmt dazu nicht Stellung. Das kann bei einem klugen und differenziert Denkenden, wie Köppel beschrieben wird, nur bewusst geschehen seine. Er verwässert damit die Verantwortung, die Göring getragen hat.

Moralische Feigheit? Vielmehr war Göring Nutzniesser des Regimes und stets im engsten Kreis derjenigen, die alles geplant und umgesetzt haben. Er trug die Verantwortung für die Formierung der Gestapo und die Gründung der ersten Konzentrationslager, und erteilte 1941 den Befehl zur Organisation der „Gesamtlösung der Judenfrage“. Er war ein Parteimitglied der ersten Stunde und blieb seiner Gesinnung treu, bis er sich durch Selbstmord seinem Todesurteil in Nürnberg entzog.

Ein Hermann Göring lässt sich in Anbetracht der Ungeheuerlichkeit seiner Taten nicht auf einer halben Seite und aus heiterem Himmel darstellen – oder dann nur in Absicht eines ganz bestimmten Zwecks, der mit Göring nichts zu tun hat.

Gerade deshalb sticht ein weiterer Satz heraus:

“ … niemand kann sicher sein, dass nicht auch er mit den vermeintlich besten Absichten in der grössten Katastrophe endet.“

Er nimmt Bezug auf Göring: Der hatte „beste Absichten“, ist aber trotzdem in der Katastrophe gelandet. Wie es Angela Merkel aus der Sicht von Köppel ergehen könnte? Ist es das, was er uns suggerieren will?

Nach drei Sternchen kommt Köppel dann auf die DSI zu sprechen. Er versucht die beiden Texte grafisch auseinander zu halten. Niemand soll ihm vorwerfen, er vermische die Themen. Doch er tut genau dies mit dem vielsagenden Titel „Das deutsche Verhängnis. 
Ja zur Durchsetzungsinitiative.“, der als bündige Klammer wirkt.

Mit seinen Ausführungen zur DSI will Köppel uns klar machen, diese Initiative sei ergriffen worden, um die Ausschaffungsinitiative (AI) durchzusetzen. Das ist falsch, denn die SVP hat die DSI formuliert und lanciert, bevor überhaupt über die AI abgestimmt wurde. Zudem geht die DSI massiv weiter als die AI. Sie nennt wesentlich mehr Straftaten, unter anderem auch leichte. Aus einer Initiative gegen Schwerverbrecher (AI) wurde eine Initiative, die alle Ausländer betrifft. Für eine Ausschaffung spielt das Strafmass keine Rolle mehr. Mord oder Sozialmissbrauch? Bedeutungslos, ausgeschafft muss in beiden Fällen werden. Die Richter haben in dieser Frage keinen Ermessensspielraum mehr. Das widerspricht der Bundesverfassung (Art. 5).

Die oben zitierte „Unfähigkeit in der Politik“ nimmt im Kontext des Editorials direkten Bezug zum heutigen Deutschland und auf die Durchsetzungsinitiative. Köppels Botschaft ist klar: Nehmt die DSI an, denn Bundesbern getraut sich nicht hart durchzugreifen, Zustände wie im Nachbarland drohen auch uns. Dabei unterschlägt er, dass die DSI eine Gewalttat so wenig verhindern kann, wie eine Versicherung einen Unfall.

Köppel mahnt seine Getreuen: Die Politik in Bern ist unfähig, daher muss das Volk eingreifen – und der Partei folgen.

Ich mahne: Wehret den Anfängen. Der Propagandastil von Roger Köppel muss uns warnen.

Link zum Editorial von Roger Köppel: http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2016-01/editorial-goering-die-weltwoche-ausgabe-012016.html

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«Alles beginnt bei mir». Über das Lernen

Wir lernen ein Leben lang viel und oft unbewusst. Um uns selber kennenzulernen, bedarf es bewusster Anstrengungen.

«Das Leben ist eine Arbeit, ein Beruf, den zu lernen man sich Mühe geben muss.»
Honoré Balzac, in «Gobseck»

Laufen lernen wir unbewusst, und auch danach nehmen wir das meiste, was wir im Alltag benötigen, unbewusst auf, wenn wir auch in der Schule, der Lehre und in beruflichen Ausbildungsgängen zielgerichteter lernen als nur täglich nebenbei. Kaum jemand lehrt uns allerdings, wie wir uns selber kennenlernen. Das ist kein Schulfach. Wer Glück hat, lernt es bereits im Elternhaus oder bei einer Lehrmeisterin oder einem Lehrmeister, die wissen, dass Lernen weiter reichen muss als bis zur nächsten Prüfung. Einige lernen schmerzhaft über sich nachzudenken, wenn sie in eine Lebenskrise geraten, oder mehr oder weniger freiwillig in einem berufsbezogenen «Motivationstraining» oder wie die Kurse alle heissen.

Wer bin ich? Was will ich in meinem Leben? Welche Stärken habe ich und welche Leidenschaften? Es sind nahrhafte Fragen, die sich nicht immer eindeutig und zeitweilig überhaupt nicht beantworten lassen. Doch wer sich mit ihnen stetig beschäftigt, gelangt immer wieder zu weiterführenden und tragenden Erkenntnissen über sich und sein Umfeld. Lebenslanges Lernen an sich selber ist lebenslange Arbeit mit sich selber, eine labyrinthische Reise, die Geduld verlangt und die verwirrend und befriedigend zugleich ist. Wer sie auf sich nimmt, erlebt viel, wer sie sein lässt, verpasst vielleicht alles.

«Alles beginnt bei mir» ist eine Feststellung und Forderung unserer Unternehmenskultur. So wie wir sind, so wirken wir auf unsere Umgebung und so prägen wir das Unternehmen. Jede Handlung, die wir begehen, ist von uns gezeichnet. Je besser wir uns kennen, desto eher können wir unser Handeln beurteilen und beeinflussen. Eigenverantwortung steht am Anfang unseres Wirkens. Verantwortung können wir nur für Handlungen übernehmen, die wir zu ermessen vermögen; handlungsunfähige Menschen können deshalb nicht in die Pflicht genommen werden. Sich bewusstwerden, wer man ist, und bewusst werden, wer man sein will, ist Voraussetzung für eigenverantwortliches Handeln und die Voraussetzung für ein freies Leben, in dem fremde und selbst auferlegte Zwänge nebensächlich sind. Das Lernen an und mit sich selber ist die Grundlage, um zu wissen, was und wie alles bei mir beginnt, und um authentisch handeln zu können.

Zuerst veröffentlich in: Die Marginalie, Hauszeitschrift der Stämpfli Gruppe Bern. http://www.staempfli.com/fileadmin/redaktion/Marginalie/Marginalie_3_2015.pdf
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Innovationskultur (Interview)

Über die Voraussetzungen, dass kontinuierliche innovative Unternehmensentwicklung möglich wird.

Interview durch Swiss Global Enterprise anlässlich des Swiss Innovation Day in Warschau, 09.06.2015, Hotel Sofitel Victoria.

 

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Es droht das Mittelmass

Selbstzufriedenheit prägt die Berner Politik, gestützt durch die Bürgerinnen und Bürger in allen Kantonsteilen. Alle wollen etwas, doch zu wenige sind bereit, langfristig zu denken und handeln. Damit droht das Mittelmass.

Sehe ich vom Gurten ins Land, fühle ich mich als Berner. Doch wenn ich vom Niesen in die Weite schaue, weit hinab ins Mittelland, wo sich die Sicht langsam auflöst und alles in alles übergeht, sehe ich keine Grenzen, fühle ich mich als ein mit der Welt verbundener Schweizer. Und Ärger überkommt mich.

Wir schauen unsere Grenzen als gegeben an, doch die Dinge wandeln sich und die feinen, nur auf Karten sichtbaren Linien sind relativ. Wir wissen, dass wir alleine nicht existieren können; ein schierer Zufall, dass der Lauf der Geschichte die Bündnisse und die Schweiz nicht aufgelöst hat. Doch wir leben so, als hätte die heutige politische Situation ewig Bestand, obwohl schon nur im Inland das Gleichgewicht von kantonaler Eigenständigkeit und gegenseitiger Hilfe, das sich über Jahrzehnte bewährt hat, zu wanken beginnt und die Kantonsgrenzen keinen Schutz vor Unbill bieten. Der Kanton Bern kann sich dem nicht entziehen, was in der Bevölkerung jedoch zu keinen wirksamen Schlussfolgerungen führt. Mit Klagen über die täglichen und grundsätzlichen Unzulänglichkeiten schützt sich die grosse Mehrheit vor dem Handeln, das den Wandel als Chance sieht, bevor er zur Gefahr wird. Das ist satte Selbstzufriedenheit.

Der Kanton Bern hat Stärken, auf die er bauen kann: grösster Schweizer Industriestandort, herausragendes Bildungsangebot, Infrastruktur mit internationalem Rang, enormes Wissen in der Medizin, Landwirtschaft mit einem Kern von Unternehmerbauern, beste touristische Voraussetzungen und toprangierter Lebenswert. Jedoch: Mit den Stärken lassen sich die Probleme nicht auf die Seite schieben.
Wir zählen auf die Solidarität der Kantone. Dafür sorgen wir für wertschöpfungsarme Gebiete und leisten wir als Hauptstadtkanton für die Schweiz viel. Doch wir müssen uns davor hüten, die Geberkantone zu strapazieren. Mehr Zurückhaltung, besonders aber mehr Eigeninitiative und Zusammenarbeit täte uns gut.

Ein zunehmend prägendes Problem sind die Pendlerströme. Zu viele arbeiten in Bern und bezahlen in anderen Kantonen Steuern. Die Ursachen sind vielfältig und können nur mit einer grenzüberschreitenden Raumplanung und Steuerharmonisierung gelöst werden. Davon sind wir meilenweit entfernt. Vielmehr ist unser Denken kleinräumig und kleingeistig. Es befriedigt sich im Parteiengezänk des Grossen Rats, wo zu oft Teil- statt langfristigen Lösungen der Vorrang gegeben wird. Die Kleingeistigkeit zeigt sich auch in einer grotesken Anzahl Gemeinden. So in der Agglomeration Bern, wo sich zwölf Vororte um das Zentrum drängen und behaupten, sie seien selbstständig, obwohl krasse gegenseitige Abhängigkeiten das Gegenteil beweisen.

Ich ärgere mich über diese Selbstzufriedenheit, deren Tochter die Mittelmässigkeit ist. Es mangelt an Menschen, die die bernische Engstirnigkeit mit langfristig gültigen Zielen und parteiübergreifendem, die Regionen verbindendem Handeln aufbrechen  die eine Zusammenarbeit suchen, die den Namen verdient.

Erschienen als „Standpauke“ in der Neuen Zürcher Zeitung, 03.06.2015, Seite 13
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SRG: drei Mal bezahlen – für dasselbe

In unserer Demokratie braucht es ein durch Gebühren finanziertes unabhängiges Radio und Fernsehen, die SRG also. Doch dafür drei Mal bezahlen zu müssen, lehne ich ab.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich befürworte ein durch Gebühren finanziertes, unabhängiges Radio und Fernsehen. Die SRG bzw. SRF haben sich grundsätzlich bewährt. Sicher kann und muss die Breite an Sendegefässen und deren tatsächlichen Nutzen für den Service Public kritisch hinterfragt werden. Doch der grundsätzliche Zweck wird erfüllt, namentlich durch die politischen und kulturellen Informationssendungen. Ein von Regierung und Parlament unabhängiges Radio und Fernsehen ist in einer Demokratie von besonderer Bedeutung, ganz besonders in einer direkten, in der die Bürgerinnen und Bürger sich ein eigenes Bild der gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen machen müssen. Ich erachte daher die Forderung nach der vollständigen Privatisierung der Medien als grundsätzlich falsch. Wie ungenügend dadurch die Information der Bevölkerung würde, lässt sich in den USA eindrücklich nachvollziehen.

Ja zur SRG, Nein zum Finanzierungsmodell
Ich bin also nicht ein Gegner der SRG und ihres Auftrags, sondern ein Gegner der Änderungen des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen («Billag-Mediensteuer»), über die wir am 14. Juni abstimmen werden. Eines der Hauptargumente der Änderungsbefürworter ist, dass heute jede und jeder überall Fernsehen schauen und Radio hören kann – Handy und Pads sei Dank. Wir alle sind in der Lage zu Hause, im Tram, auf dem Skilift, im Restaurant oder am Arbeitsplatz die Sendungen von SRF zu hören. Weil dies so ist, sollen auch alle bezahlen. Diesem Argument stimme ich zu. Ich teile die Meinung, dass auch die bezahlen sollen, die SRF nie oder kaum je hören, denn die Verbreitung politisch unabhängiger Informationen kommt direkt oder indirekt allen zugute. Doch ich bin ebenso der Meinung, dass wir alle nicht gleich drei Mal bezahlen müssen.

Drei Mal für dasselbe bezahlen?
Als Privater bezahle ich meine Gebühr, weil ich überall SRF hören kann, also auch am Arbeitsplatz. Wenn ich dort Radio höre, ist das also abgegolten. Nun müssten aber nach Annahme des Gesetzes alle Unternehmen mit mehr als 500‘000 Franken Umsatz auch noch einmal Gebühren bezahlen, da Unternehmen angeblich einen Nutzen aus den Sendungen von SRF ziehen. Möglich, dass dem so ist. Doch es sind dieselben Menschen, die in den Unternehmen Radio hören oder gar Fernsehen schauen, die zu Hause die Gebühren bereits bezahlt haben. Nach Annahme des Gesetzes gibt es keine Mitarbeitenden, die nicht zu Hause bereits zur Kasse gebeten worden sind. Für denselben Zuhörer und Zuschauer bezahlen wir also zwei Mal. Da aber auch die Verwaltungen in Gemeinden und Kantonen und beim Bund als Arbeitgeber Billag-Gebühren bezahlen müssen, bezahlen wir Bürgerinnen und Bürger mit unseren Steuerbeiträgen gerade noch ein drittes Mal.

Mehrfach für präzis dieselbe Leistung bezahlen zu müssen, ist unredlich. Es ist ein Trick, der zu vordergründig geringeren Gebühren zu Hause, aber eben insgesamt zu einer erhöhten Belastung führt. Es ist widersinnig so zu tun, wie wenn Unternehmen anonyme Gefässe wären, die zusätzlich zu den darin arbeitenden Bürgerinnen und Bürger einen Nutzen aus dem öffentlichen Radio und Fernsehen ziehen würden. Der Mensch ist unteilbar immer derselbe Mensch, auch beim Radio hören und beim Fernsehen schauen.

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Kultur – die Frage nach dem Wie

Kultur fragt nach dem Wie, sie ist qualitativer Ausdruck des Zusammenlebens und der Befindlichkeit. Das gilt für die Gesellschaft insgesamt, wie auch für die Politik und die Wirtschaft.

Gemessen an der Bedeutung, die die Kultur für die Gesellschaft hat, wird sie politisch stiefmütterlich behandelt. Nicht, dass der Staat wenig Geld für Kultur ausgeben würde, doch wird sie eher als Muss denn als Wunsch mitgeführt. Das ist Ausdruck einer Politik, die das Paradigma des gesamtheitlichen Denkens nicht wirklich verstanden hat. Leider gilt das auch für die Wirtschaft.

Kulturelles Leben, die Künste, sind Zeichen davon, wie eine Gesellschaft zusammenlebt, wie sie denkt, wie frei sie ist und wie sie sich organisiert. Kulturelles Schaffen findet immer statt, selbst unter den widerlichsten Umständen. Wie dieses Schaffen in der Öffentlichkeit dargestellt wird, hängt von der politischen Situation sowie der Ausbildung und der Befindlichkeit der Bevölkerung ab. Eine liberale Gesellschaft, wie wir sie in der Schweiz anstreben, lässt Kulturschaffende frei arbeiten und sorgt für einen institutionellen Rahmen, der die Darstellung von Kultur ermöglicht. Subventionen an Museen, Theater, die Symphonie etc. sind Garanten dafür, dass nicht wenige Mächtige mit ihrem Portemonnaie weitgehend bestimmen können, was wir zu sehen bekommen. Eine liberale Gesellschaft tut gut daran, die Kulturschaffenden in gesellschaftliche Prozesse einzubeziehen. Ihre Art der Kreativität und des Andersdenkens würde manches Infrastrukturprojekt und die Suche nach politischem Konsens bereichern.
Wenn Kultur das Abbild einer Gesellschaft ist, dann gilt dies besonders auch für die Wirtschaft. Unternehmenskultur ist mehr als ein vages Gefühl, wie ein Unternehmen wahrgenommen wird. Unternehmenskultur muss gestaltet werden. Sie entscheidet über das Corporate Image, die Zusammenarbeit im Unternehmen und über das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Dabei ist Wohlbefinden kein schöngeistiges Nice-to-have, sondern prägend für die Entfaltung von Kreativität, für langfristiges Engagement, für die Bereitschaft zu Eigenverantwortung und für Gesundheit. Wohlbefinden entsteht, wenn Mitarbeitende als Menschen geachtet werden.

Zu einer gepflegten Kultur, einer Kultur, die bewusst und achtsam gestaltet wird, gehören stets die Fragen nach dem Wie und den langfristigen Folgen. Das ist eine Verantwortung, die wir als Bürgerinnen und Bürger alle tragen.

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen in „Die Marginalie“, Hauszeitschrift der Stämpfli Gruppe Bern, Nr. 1/2015
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Mittelmässig in die Zukunft?

Dem Kanton Bern fehlen langfristige Ziele und ein darauf abgestimmtes Handeln. So lassen sich die anstehenden Herausforderungen nicht bewältigen.

Eine reine Pflichtübung, die dem Regierungsrat zuwider ist, seien die «Richtlinien 2015−2018 der Regierungspolitik», erläuterte mir ein Politiker. Diese Richtlinien musste der Grosse Rat diese Woche zur Kenntnis nehmen. Die vorberatende Kommission war mit dem Papier unzufrieden, ihr fehlten die Visionen. Mir auch. Wenn nur so etwas wie Elan und Freude an der Regierungsarbeit spürbar wäre!

Neun Ziele für vier Jahre sind formuliert, mit viel Bekanntem, wenig Neuem und krassen Lücken. Die Ziele sind lediglich Absichtserklärungen mit vagen Massnahmen. Mir scheint, dass sich die Regierungsmitglieder geschont haben, jede und jeder durfte einbringen, was beliebte. Die ungenügende Qualität des Papiers ist allerdings nicht nur die Schuld des Regierungsrates. Dem Kanton fehlt es an langfristig gültigen Eckpunkten, entlang deren er sich in den kommenden 15 bis 20 Jahren entwickeln kann. Ein minimaler Konsens der Parteien wäre dazu nötig. Darauf angesprochen, reagieren Politiker ablehnend: Eine gemeinsame Haltung sei nicht möglich. Doch das ist falsch. Man kann aufeinander zugehen und für einmal nicht das Trennende, sondern das Verbindende suchen. Das kann gelingen, wie die letztjährigen Gespräche der Parteipräsidentinnen und -präsidenten unter der Moderation von Fokus Bern bewiesen haben. Die Parteispitzen haben ihre Skepsis überwunden und erste Ansätze einer Vision gefunden. Das sind zwar noch nicht langfristige Eckpunkte, aber ein Anfang sind sie allemal.

Umdenken ist gefragt. Politikerinnen und Politiker aus allen Parteien und Regionen müssen ihre bisherige Gangart aufgeben, in der sie ihre Klientel pflegen und dabei eigene Beschlüsse unterlaufen. Ein Beispiel dafür ist das Verhalten der Politiker bei der Umsetzung des Spitalgesetzes. Es zeigt, wie stark der kurzfristige Eigennutzen zulasten der Zukunft des Kantons im Vordergrund steht. Und der Stadt-Land-Graben wird immer wieder dazu benutzt, um zu beweisen, wie wenig die politische Gegenseite begriffen hat, was Sache ist; denn man ist überzeugt, dass präzise in der eigenen Region keine Änderungen möglich sind.

Solches Handeln gefährdet unseren Kanton – und der steht vor erheblichen Herausforderungen. Er kann sich nicht alleine finanzieren und muss sich im Rahmen des nationalen Finanzausgleichs (NFA) unterstützen lassen, ein Thema, das in den Richtlinien nur ganz am Rand erwähnt wird. Die NFA-Gelder haben ihre guten Gründe, sie gleichen unsere strukturellen Gegebenheiten aus. Doch niemand weiss, wie lange die Geberkantone in der Lage sind, über eine Milliarde Franken nach Bern zu senden. Unser Kanton hat zudem Probleme, die er nicht alleine lösen kann, so die Pendlerströme in die Nachbarkantone. Menschen arbeiten in Bern und wohnen zum Beispiel im Kanton Freiburg, da dort die Lebenshaltungskosten deutlich tiefer sind. Wie wollen die Politiker diese Herausforderungen angehen? Welches Profil will der Kanton Bern in 20 Jahren haben? Was ist sein Beitrag im eidgenössischen Rahmen? Die politisch verbindlichen Antworten dazu sind in unserem Kanton rar. Es gibt zwar Teilstrategien, wie die Wirtschaftsstrategie 2025, die sind aber aufeinander kaum abgestimmt.

Das alles ist mittelmässig und ungeeignet, unsere Lebensqualität halten zu können. Um aus dem Mittelmass herauszukommen, braucht es die Zusammenarbeit aller, die der Parteien, des Grossen Rats und des Regierungsrats – und von uns Bürgerinnen und Bürger.

Dieser Text ist als Gastkommentar am 24.01.2015 in der Berner Zeitung erschienen.

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Social Media – Wegschauen lohnt sich nicht.

Das Interview dreht sich unter anderem um die Frage, weshalb wir uns als Führungskraft mit Social Media beschäftigen müssen.

Interview vom 17. November 2014, 1130

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